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#13 Otto der Große und Adelheid – Das Dreamteam

Goldene Reiterstatue , die Otto den Großen in Magdeburg zeigt.

Mit Gisela Muschiol: Im Juni 2025 wurde Ottos Grab in Magdeburg geöffnet. Otto der Große der erste Kaiser aus Ostfranken, also dem späteren Deutschland, liegt im Chorraum des Magdeburger Doms in einem weißen Sargkophag aus Stein und Marmor begraben. Weil der Sargkophag nun Risse bekommen hat, wollen die Denkmalschützer alles tun, um die Überreste Ottos zu erhalten und zu untersuchen. Die 300 Kilogramm schwere Marmorplatte wurde abgehoben und der Holzsarg darunter geöffnet. In dem Holzsarg fand man die Gebeine eines 1,78 Meter großen Mannes, der in seinem Leben viel geritten ist.

Blick in den geöffneten Holzsarg von Otto dem Großen, dem ersten deutsch-römischen Kaiser. Man sieht ein aufgelöstes Skelett mit einem gut erhaltenen Schädel. Zusätzlich sind Reste von Textilien zu sehen.
© LDA Sachsen-Anhalt, M. Klehm

Das spannenste Skelett Europas wird jetzt eingehend untersucht. Zunächst soll per DNA-Test geprüft werden, ob es sich tatsächlich um Otto den Großen handelt. Der Schädel ist so gut erhalten, dass die Experten dann sein Gesicht rekonstruieren werden. In ein- bis anderthalb Jahren werden wir wahrscheinlich Otto dem Großen in die Augen schauen können.

Schwarzweißbild vom geöffneten Sargkophag von Otto dem Großen im Magdeburger Dom. Man sieht den geschlossenen Holzsarg des ersten deutsch römischen Kaisers darin.
© LDA Sachsen-Anhalt, A. Hörentrup
Zwei Wissenschaftler in Schutzanzügen und mit Mundschutz heben im Juni 2025 den Deckel des mittelalterlichen Holzsarges von Otto dem Großen ab.
© LDA Sachsen-Anhalt, M. Klehm

Wenn die wissenschaftlichen Untersuchungen abgeschlossen und der Sargkophag für die nächsten Jahrhunderte gesichert ist, werden die Gebeine Ottos mit einem Gottesdienst erneut im Magdeburger Dom begraben. Dann wird er wieder an seinem seit Jahrhunderten angestammten Platz liegen.

Bild des Chorraums des Magdeburger Doms. Im Vordergund der weiße steinerne Sargkophag von Otto dem Großen. Auf der Marmorplatte eine rote Schleppe mit einem Blumenstrauß.
© Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Christoph Jann

In der Podcastfolge spreche ich mit Prof. Dr. Gisela Muschiol nicht nur über Otto und seine wichtige Rolle in der deutschen Geschichte, sondern auch über seine zweite Frau Adelheid.

CC Lizenz. Derbrauni

Ohne sie wäre er wohl nicht König von Norditalien und schließlich zusammen mit ihr im Jahr 962 römischer Kaiser geworden. Das Paar verstand sich als die weltlichen Herrscher der Christenheit. Doch wie weit klafften Anspruch und Wirklichkeit auseinander? Was bedeutete der Kaisertitel im frühen Mittelalter? Schufen sie ein unregierbares Reich?

Darüber sprechen wir in dieser Podcastfolge. Hört mal rein!

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