Mit Alexandra Busch: Der Limes der Römer: Fast 1000 km Grenze quer durch das heutige Deutschland. Erst der Rhein, als bewachter Grenzfluss: 400 km von der Nordsee bis nach Bonn. Daran schlossen sich 550 km lange Palisadenzäune und Mauern an. 900 Wachtürme und ein 6 Meter breiter und 2 Meter tiefer Graben von Rheinbrohl erstreckten sich südlich von Bonn quer durchs Land bis nach Regensburg. Das war die römische Antwort auf den Aufstand der Germanen. Die erste Mauer in Deutschland. Sie trennte die römischen Provinzen im Westen von den Regionen, die die Römer Germanien nannten.
Wir starten im Rheinland im ersten Jahrhundert nach der Geburt Christi. Die Römer herrschen über das Gebiet links des Rheins. Ihre Ambitionen auf die Gebiete rechts des Rheins hatten sie Jahre nach der Varusschlacht aufgegeben. Das Christentum war in Mitteleuropa noch lange nicht angekommen. Die Römer glauben noch an ihre Götter und die Einheimischen an ihre. Die Römer bauten erste Militärlager. In Xanten am Niederrhein ist die ehemalige römische Kolonie besonders gut erhalten, weil sie nie einer Stadt weichen mußte. Hier kann man z.B. Reste des Hafentempels der Römer bewundern:

Von der Mündung in die Nordsee bis südlich von Bonn war der Rhein 400 km lang die natürliche Grenze zeischen dem Römischen Reich und Germanien. Die Römer patroullierten mit diesen Schiffen entlang des Flusses. Hier ein Nachbau aus Mainz:

Aus den frühen Militärlagern entwickelten sich Städte. Köln wurde die Hauptstadt der niedergermanischen Provinz und Mainz die Provinzhauptstadt von Obergermanien. Tempel und Villen aus Stein, Amphitheater, Straßennetze und Badeanlagen… Hier ein Blick auf den Nordsaal des antiken Stadthalterpalastes in Köln. Die Ausgrabungen des Praetoriums sind unterirdisch und durch eine Betondecke geschützt.

Wie lebten die Menschen unter der römischen Herrschaft? Eine aktuelle Studie behauptet, noch heute lebten die Menschen in den ehemals von Römern besetzten Gebieten glücklicher als an Orten, wo die Römer nicht waren. Auch nach 2000 Jahren. Kann das sein?
Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Alexandra Busch der Generaldirektorin des Leibnizzentrum für Archäologie in Mainz.


