Kategorie: Deutschland im Hochmittelalter 1024 – 1250


  • #43 Die Vitalienbrüder – Wer war  Klaus Störtebeker?

    Mit Gregor Rohmann: Was bleibt von Klaus Störtebeker und der Seeräuberromantik des Mittelalters, wenn man zeitgenössische Quellen erforscht? Die Vitalienbrüder waren Gewaltunternehmer zur See und keine sozialromantischen Freibeuter sagt Gregor Rohmann, Professor für die regionale Kulturgeschichte Mecklenburgs in Rostock. Jede Konfliktpartei auf der Ostsee konnte sie engagieren. Die dänische Königin genauso, wie die Mecklenburger Herzöge…

  • #40 Karl IV. und sein goldenes Prag

    Mit Eva Schlotheuber: Sein Vater hatte sich blind in die Schlacht von Crécy gestürzt und wurde als der „letzte Ritter“ berühmt. Karl IV. war ganz anders. Schon in jungen Jahren schrieb er eine Autobiografie. Das hat kein römisch-deutscher König oder Kaiser vor ihm geschafft. Karl IV. war ein Intellektueller, der reale Macht durch Verhandlungen, Schlitzohrigkeit…

  • #38 Juden und Christen im Mittelalter

    Mit Eva Haverkamp-Rott: Vor der langen Geschichte von Unterdrückung, Vertreibung und Verfolgung der Juden in Europa gab es eine Zeit, in der Juden und Christen das Leben in unserem Land gemeinsam prägten. Von dieser Zeit und ihrem jähen Ende handelt diese Episode. Dieses Ausgrabungsbild aus der Kölner Innenstadt von 2014 zeigt die Überreste sowohl römischer…

  • #37 Die Wittelsbacher

    Mit Richard Loibl: 1180 zerschlug Kaiser Friedrich Barbarossa die Herrschaft des Welfen Heinrich des Löwen. Heinrich der Löwe musste seine beiden Herzogtümer abgeben. Sachsen und Bayern.  Otto von Wittelsbach hatte sich vorher militärisch verdient gemacht. Deshalb ernannte Barbarossa Otto von Wittelsbach 1180 zum neuen Herzog von Bayern. Auf dem Rückzug eines Italienfeldzuges hatten sich Feinde…

  • #34 Preußen: Was ist der Deutsche Orden?

    Mit Jürgen Sarnowsky: Während des Interregnums, der herrscherlosen Zeit, übernahm der Deutsche Orden die Macht an der Ostsee. Schon lange vorher 1226 war der Deutsche Orden von Palästina an die Ostsee gerufen worden, um die heidnischen Prussen zu christianisieren. Mit einem jahrelangen Kreuzzug entlang der Ostseeküste unterwarf der Deutsche Orden die Prussen und missionierte sie.…

  • #31 Der Kölner Dom

    Mit Barbara Schock-Werner: Der Grundstein des Doms wurde in politisch chaotischen Zeiten gelegt. Mitten im Interregnum, der herrscherlosen Zeit, wollten die Kölner das größte Gebäude der Christenheit bauen. In Frankreich war ein Baustil in Mode gekommen, der das Prinzip der dicken dunklen Wände durch eine neuartige Architektur ersetzte. Wändflächen bestanden jetzt aus großdimensionierten Fenstern, die…

  • #30 Die herrscherlose Zeit – Das Interregnum

    Mit Martin Kaufhold: Heute beschäftigen uns mit dem absoluten Tiefpunkt des deutschen Mittelalters. Dem nackten Chaos. Ein Kaiserreich ohne Kaiser. Der letzte glanzvolle Stauferkaiser Friedrich II. war 1245 vom Papst abgesetzt worden. 5 Jahre später starb Friedrich II. in Süditalien. Damit endete unsere letzte Folge. Jetzt mussten die deutschen Fürsten einen neuen König wählen und…

  • # 29 Der Sachsenspiegel

    Mit Heiner Lück: Wir schreiben das Jahr 1232. Der letzte Stauferkaiser Friedrich II. bestätigte mit dem „Statut zu Gunsten der Fürsten“ den realen Machtverfall der zentralen Königs- und Kaisergewalt zugunsten der regionalen Fürsten. Bei jeder vorausgegangenen Königswahl hatten die Kandidaten für die Krone vorab so viele Wahlgeschenke an die Großen des Reiches ausgegeben, dass von…

  • #28 Friedrich II. – Das Staunen der Welt!

    Mit Julia Becker: Heinrich VI. hatte mit dem Geld aus der Geiselnahme von Richard Löwenherz das römisch-deutsche Kaiserreich von der Nordsee bis nach Sizilien ausgeweitet. Er starb allerdings mit Anfang 30. Sein Sohn Friedrich war mit zwei Jahren deutlich zu jung, um die Macht zu übernehmen. Daraufhin brach ein Thronstreit im römisch-deutschen Reich aus, der…

  • #27 Die Nibelungen – Wer war Siegfried?

    Mit Tobias Enseleit: Die Nibelungensage war schon Jahrhunderte alt, als sie aufgeschrieben wurde. Das Drama um Siegfried, Kriemhild, Gunther, Brünhild und Hagen von Tronje war im 13. Jahrhundert so populär, dass ein unbekannter Schreiber aus Passau sie auf Pergament festgehalten hat: 2400 Strophen nicht auf Latein, sondern auf deutsch, bzw. Mittelhochdeutsch. Damit lag sie im…