Mit Julia Becker: Heinrich VI. hatte mit dem Geld aus der Geiselnahme von Richard Löwenherz das römisch-deutsche Kaiserreich von der Nordsee bis nach Sizilien ausgeweitet. Er starb allerdings mit Anfang 30. Sein Sohn Friedrich war mit zwei Jahren deutlich zu jung, um die Macht zu übernehmen. Daraufhin brach ein Thronstreit im römisch-deutschen Reich aus, der…
Mit Tobias Enseleit: Die Nibelungensage war schon Jahrhunderte alt, als sie aufgeschrieben wurde. Das Drama um Siegfried, Kriemhild, Gunther, Brünhild und Hagen von Tronje war im 13. Jahrhundert so populär, dass ein unbekannter Schreiber aus Passau sie auf Pergament festgehalten hat: 2400 Strophen nicht auf Latein, sondern auf deutsch, bzw. Mittelhochdeutsch. Damit lag sie im…
Mit Gisela Muschiol und Schwester Jakoba Zöll: Die Armutsbewegung im Mittelalter war eine Gegenbewegung zu dem boomenden Fernhandel, den aufblühenden Städten und der neuen Geldwirtschaft. Die Einführung von Geld machte den Handel mit den Warenströmen viel effizienter. So wurden einige Wenige reich, der großen Teil der Bevölkerung blieb aber weiterhin bitterarm. Die Schere zwischen Arm…
Mit Franziska Quaas: Es war die spektakulärste Gefangennahme des Mittelalters. Richard Löwenherz, König von England, Herrscher über halb Frankreich und berühmter Kreuzfahrer wollte sich inkognito an Wien vorbeischleichen. Als Händler verkleidet. Aber: Die Münzen, mit denen er seine Einkäufe bezahlte, erregten Aufsehen, schließlich verriet ihn sein königlicher Ring, der unter dem zerschlissenen Ärmel hervorlugte. Beim…
Mit Kristin Skottki: Wir sind im Jahr 1095. Der Gang nach Canossa war 18 Jahre her, und der Salier Heinrich IV. regierte immer noch. Allerdings hatte sein welthistorischer Konflikt mit Papst Gregor VII. einen Keil zwischen die deutschen Fürsten getrieben. Sie waren entweder Gegner oder Anhänger Heinrichs. Seine Gegner wählten einen deutschen Gegenkönig: Rudolf von…
Mit Gisela Muschiol: Der Gang nach Canossa. Die berühmteste Entschuldigung in unserer Geschichte. Kein deutsch-römischer König oder Kaiser vor ihm oder nach ihm hat jemals wieder so eine Abbitte geleistet. Heinrich IV. stand barfuß im Schneegestöber vor den Toren der Burg Canossa und flehte um Verzeihung. Der Papst war so vergrätzt, dass er den bibbernden…