Schlagwort: deutsche Geschichte


  • #54 Bauernkrieg und Ritteraufstände – Die Verlierer der Neuzeit

    Mit Hiram Kümper: Die eiserne Hand von Götz von Berlichingen steht symbolisch für den Kampf zweier Gesellschaftsgruppen gegen den sozialen Abstieg. Bauernaufstände und Ritteraufstände erschütterten das Reich am Beginn des 16. Jahrhunderts. Zum ersten großen Bauernaufstand kam es 1476 im Taubertal. Der Prediger Hans Böhm scharrte 40.000 Menschen um sich. 17 Jahre später gründete sich…

  • #52 Welthandel aus Oberschwaben – Wer waren die Fugger?

    Die Fugger waren Geldgeber der Kaiser und Päpste. Sie gehörten zu den reichsten Menschen der frühen Neuzeit. Aus einem florierenden Augsburger Tuchhandel formte Jakob Fugger ein global agierendes Montanunternehmen: Bergbau, Verarbeitung, Bank, Handelshaus und Transportunternehmen, alles in einer Hand. Den Habsburger Königen und Kaisern lieh Jakob Geld und forderte im Gegenzug Bergwerksrechte. Der Montan Bergbau…

  • #51 Jesus – Dürer – Superstar

    Albrecht Dürer war 28 Jahre alt, als er sich selbst in Öl portraitierte. In der Gestalt von Jesus Christus. Er malte sich als den Messias im Jahr 1500. Diese Bild war nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Er zeigte es solventen Kunden als Probestück. Es sollte demonstrieren: „wenn Du willst, kann ich Dich sogar als Messias…

  • #50 Glückliches Österreich heirate! Managing Maximilian Teil 2

    Mit Christina Lutter und Andreas Zajic: Maximilians Heiratspolitik legte den Grundstein für den Aufstieg der Habsburger zur Weltmacht. War das Glück oder folgte er einem Masterplan? 1494 heiratete Maximilian ein zweites Mal. Er nahm Bianca Maria Sforza aus einer reichen Mailänder Familie zur Frau. Die Eheschließung hatte zwei handfeste Gründe: Die Stärkung seiner Machtstellung in…

  • Sonderfolge: Das Skelett von Otto dem Großen

    Diese Woche hatte Harald Meller der Landesarchäologe von Sachsen Anhalt in einen Hörsaal der Uni-Klinik Magdeburg geladen und ich dachte, ich guck nicht richtig. Auf einem langen weißen Tisch lag ein sehr altes und sehr gut erhaltenes Skelett. Sollten das wirklich die über 1000 Jahre alten Knochen des ersten römisch-deutschen Kaisers sein? Seit der Graböffnung…

  • #50 Der letzte Ritter? Managing Maximilian Teil 1

    Mit Christina Lutter und Andreas Zajic: Den Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit verkörpert kein römisch-deutscher Herrscher so gut, wie Maximilian. Die Zeitgenossen nannten ihn ehrfürchtig „den letzten Ritter“. Daran hört man schon, dass da etwas zu Ende geht und Maximilian das Ideal des Rittertums trotzdem hochhält. Und auf der anderen Seite zeigt sich ein…

  • #49 Von der Burg zum Schloss

    Mit Christian Karl Frey: Die Burg: Wohnort, Schutzraum und Symbol der Macht. Neben dem Ritter ist die Burg das populärste Symbol des Mittelalters. Wahrscheinlich standen 30.000 Burgen in Deutschland, schätzt mein heutiger Gesprächspartner. Der Burgenbau schaute auf eine über 1000jährige Geschichte zurück, als die Kanone ihm ein Ende setzte. Die neue Waffe war die Disruption…

  • #48 Die Welt ohne Amerika – Der Behaimglobus

    Mit Daniel Hess: 1492 holte sich der Nürnberger Kaufmann Martin Behaim den Auftrag der Stadt Nürnberg, eine Weltkugel herzustellen.  Die Kugel hat einen Durchmesser von 51 cm und besteht aus mehreren Schichten von Leinen, Pergament und Papier. Darauf bildeten Nürnberger Experten die Geografie der damals bekannten Welt ab. Der Beheaimglobus ist der älteste erhaltene Globus der…

  • #47 Schlafmütze oder Kaiser der Superlative – Wer war Friedrich III.?

    Mit Tobias Daniels: a.e.i.o.u. war sein rätselhaftes Markenzeichen. Kaiser Friedrich III. von Habsburg ließ die Buchstabenkombination überall anbringen. Schon seine Zeitgenossen rätselten warum. Bis heute weiß keiner, was sie genau bedeuten. Auch der Charakter des Kaisers bleibt rätselhaft. Jahrhundertelang schimpften ihn die Historiker die „Erzschlafmütze“ des Heiligen Römischen Reiches, weil er sich selten blicken ließ.…

  • #46 Was wäre Gutenberg ohne Papier? Die Medienrevolution

    Mit Carla Meyer-Schlenkrich: Der Mainzer Johannes Gutenberg hatte einen revolutionären Einfall. Er stellte einzelne Buchstaben aus Metall her, die er für jeden Text beliebig zu Wörtern, Sätzen und Absätzen zusammensetzen und wieder auseinandernehmen konnte. Von den Weinbauern seiner Gegend schaute er sich die Spindelpresse ab und mixte aus Leinöl und Ruß Druckerschwärze. Schon in seinen…