Sieben Jahre lang wurden regionale, europäische und globale Machtinteressen ausgefochten. Über eine Million Menschen starben weltweit. Friedrich der Große wähnte sich zeitweise am Ende. Seine Rettung war für ihn ein Wunder: Das „Mirakel des Hauses Brandenburg“. Nur durch einen glücklichen Zufall gelang es Friedrich, sein Reich und Schlesien für sich zu retten. Friedrich der Große…
Ende des 17. Jahrhunderts traten Vernunft und Logik, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz, Wissenschaft, Pressefreiheit und die Idee des Naturrechts ihren Triumphzug durch Europa an. Philosophen, Politiker und Juristen begannen, die bisherige Ordnung der Welt zu hinterfragen. Die geistig-soziale Bewegung wirkte sich auf viele unterschiedliche Lebensbereiche aus. Auf die Landwirtschaft, die Bildung, das bürgerliche Selbstbewusstsein, die Religion,…
Mit Barbara Stollberg-Rilinger: Maria Theresia und Friedrich der Große pflegten eine besonders prominente Feindschaft in der deutschen Geschichte. Maria Theresia war Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen. Friedrich II. („genannt der Große“) Markgraf von Brandenburg und König in Preußen. Beide kamen im selben Jahr auf ihren Thron, nämlich 1740. Den europaweiten Streit um…
Mit Andreas Rutz August der Starke gründete die erste Porzellanmanufaktur Europas, ließ den Zwinger in Dresden bauen, füllte das Grüne Gewölbe mit seinen Kostbarkeiten, er gründete die Dresdener Gemäldesammlung, eröffnete als erster Monarch Europas öffentliche Museen und feierte jährlich mindestens 60 überbordende Feste. Dazu ließ er sich zum König von Polen krönen, wofür er mal…
Mit Dr. Schoole Mostafawy: Am 14. Juli 1683 floh der Kaiser entsetzt aus seiner Wiener Hofburg. Sein schlimmster Albtraum wurde Realität: Die Osmanen standen vor Wien. An diesem Morgen tauchte eine Armee von 120.000 Mann vor den Toren der Stadt auf. Zuvor hatte Sultan Mehmed IV. dem Kaiser schriftlich befohlen, die osmanischen Truppen in seiner…
Mit Jürgen Luh: Der große Kurfürst regierte Brandenburg nach dem 30jährigen Krieg. Berlin war ausgeplündert und in weiten Teilen niedergebrannt. Es herrschten Hunger und Epidemien. Das Stadtschloss auf der Spreeinsel war unbewohnbar. Friedrich Wilhelm musste das zerstörte Land aufbauen und seine verstreuten Territorien zusammenhalten. Ohne Bodenschätze und ohne Infrastruktur. Das ist ihm nicht nur gelungen,…
Mit Sven Externbrink: Wer einmal in Heidelberg gewesen ist, wird sich die Frage gestellt haben, wer denn dieses schöne Schloss zerstört hat. Und prompt sind wir bei Ludwig XIV. Was mich besonders fasziniert: Obwohl er nicht nur Heidelberg, sondern die ganze Pfalz verwüsten ließ, blieb er das Non-plus-Ultra für den deutschen Adel. In der Mode,…
Mit Herfried Münkler: Bis es zum Westfälischen Frieden 1648 kam, erlitten die Menschen die verheerendste Phase des Dreißigjährigen Krieges. Nachdem die schwedische Armee aus Süddeutschland verdrängt wurde, trat Frankreich auf die Kriegsbühne. Das katholische Frankreich, angeführt vom Kardinal Richelieu verbündete sich mit dem protestantischen Schweden gegen den katholischen Kaiser. Der Krieg tobte bereits seit 16…
Mit Herfried Münkler: Nach ihrer großen Niederlage in Böhmen und Heidelberg schlugen die Protestanten in Deutschland ein neues Kapitel der Auseinandersetzung auf. Die norddeutschen Protestanten animierten den dänischen König, zu den Waffen zu greifen. Christian IV. (unten links) war König von Dänemark und Norwegen und gleichzeitig Herzog von Holstein und damit auch deutscher Reichsfürst. Die…
Mit Herfried Münkler: Zwei Statthalter des böhmischen Königs und ein Sekretär wurden von einer aufgebrachten Menschenmenge aus dem Fenster der Prager Burg in den Burggraben geworfen. Sie landeten auf einem Misthaufen und überlebten den Sturz fast unversehrt. Wie kam es zum Fenstersturz kam und warum hatte der missglückte Mordversuch an den Statthaltern des böhmischen Königs…